Vortragsreihe im Deutschen Hygienemuseum Dresden - Machen wir unsere Kinder verrückt

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“ Dresden und der Sächsischen Landesärztekammer


Eintritt frei

Mehr und mehr Kinder und Jugendliche, so scheint es, leiden an psychischen Störungen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet dies oft eine Beeinträchtigung der Lebensqualität und schlechtere schulische und später berufliche Perspektiven. Doch in welchem Zusammenhang stehen das familiäre, schulische und soziale Umfeld, aber auch größere gesellschaftliche Entwicklungen, mit diesem Trend? Machen wir unsere Kinder verrückt? Oder handelt es sich am Ende um eine Fehldiagnose – ist unsere Sorge übertrieben, unnötig oder gar hysterisch? Die Veranstaltungsreihe diskutiert Häufigkeiten, Ursachen und Zusammenhänge sowie mögliche Lösungs- und Therapieansätze psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Zur Einführung in das Thema werden jeweils zwei Expert_innen einen Überblick über den aktuellen Wissensstand präsentieren und durch widersprüchliche Studienergebnisse und Erfahrungen eine lebhafte Diskussion unter Beteilungung des Publikums anstoßen.

6. April, Mittwoch, 19 Uhr Burnout-Kids: Macht die Leistungsgesellschaft unsere Kinder krank?

 

Prof. Dr. Martin Holtmann, Kinder- und Jugendpsychiater, Universitätsklinik Hamm der Ruhr-Universität Bochum;

Prof. Dr. Holger Ziegler, Erziehungswissenschaftler, Universität Bielefeld

 

 

Burnout – das Ausgebranntsein – ist nicht mehr nur ein Problem berufstätiger Er-wachsener. Längst hat dieses Phänomen, das streng genommen keine Krankheit beschreibt, auch die Kinderzimmer und Klassenräume erreicht. Wie häufig ist Burn-out im Kindesalter, und wie lässt es sich von anderen Diagnosen abgrenzen, etwa von Depressionen? Sind Schulstress und wachsender Leistungsdruck seitens der Eltern und Bildungsinstitutionen Ursache der Problematik? Wie können Kinder und Jugendliche vor chronischer Erschöpfung und Überlastung geschützt werden?

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